KI-Sensor warnt, wenn Kinder im Auto versehentlich allein gelassen werden
KI-Sensor warnt, wenn Kinder im Auto versehentlich allein gelassen werden
Anonim

Amerikanische Kinder sterben immer wieder an Hitzschlag, nachdem sie in geparkten, heißen Autos gelassen wurden.

Bei diesen schrecklichen und absolut vermeidbaren Tragödien sterben jedes Jahr durchschnittlich 39 Kinder unter 15 Jahren an einem Hitzschlag, nachdem sie in einem geparkten Fahrzeug mit geschlossenen Fenstern und ausgeschalteter Klimaanlage zurückgelassen wurden.

Fast jeder Bundesstaat hat seit 1998 mindestens einen Todesfall erlebt. Im Jahr 2018 starben laut einer Statistik von Jan Null, einem zertifizierten beratenden Meteorologen am Department of Meteorology and Climate Science, eine Rekordzahl von 53 Kindern, nachdem sie in einem heißen Fahrzeug gelassen wurden, San Jose State University.

Null verfolgt in den Vereinigten Staaten seit 1998 Todesfälle durch Hitzschlag von Kindern in Fahrzeugen. Seine sorgfältigen Recherchen haben ergeben, dass bei mehr als der Hälfte dieser Todesfälle die Eltern oder Betreuer vergessen haben, dass sich das Kind im Fahrzeug befand.

Die Daten von Null zeigen, dass die Zahl der Todesfälle durch heiße Autos bei Kindern für 2019 derzeit bei 51 liegt, was dieses Jahr zu einem der tödlichsten macht. Die durch den Klimawandel verursachten höheren Temperaturen erhöhen die Gefahr.

Dieses Problem erfordert eine Lösung und kanadische Forscher haben eine neuartige Lösung entwickelt.

Forscher der University of Waterloo in Ontario haben einen kleinen, kostengünstigen Sensor entwickelt, der einen Alarm auslöst, wenn ein Kind oder Kinder (oder Haustiere) allein in Fahrzeugen gelassen werden. Das neue Gerät kombiniert Radartechnologie mit künstlicher Intelligenz (KI), um unbeaufsichtigte Kinder oder Tiere mit 100-prozentiger Genauigkeit zu erkennen.

Das Gerät sendet Radarsignale aus, die von Personen, Tieren und Gegenständen im Fahrzeug reflektiert werden. Die eingebaute KI analysiert dann die reflektierten Signale.

Mit einem Durchmesser von nur drei Zentimetern kann der kabellose, scheibenförmige Sensor am Rückspiegel eines Fahrzeugs befestigt oder an der Fahrzeugdecke montiert werden. Es ist klein genug, um in eine Handfläche zu passen. Das Low-Power-Gerät soll bis Ende 2020 auf den Markt kommen.

Das Gerät wird mit der Batterie eines Fahrzeugs betrieben und unterscheidet zwischen Lebewesen und unbelebten Objekten, indem es subtile Atembewegungen erkennt. Das System ist so günstig, dass es in allen Fahrzeugen zur Standardausstattung werden könnte.

„Er spricht ein ernstes, weltweites Problem an“, sagte George Shaker, ein Ingenieursprofessor in Waterloo, der bei der Erfindung des Sensors mitgewirkt hat. Shaker ist ein berufsübergreifender Professor für Elektrotechnik und Computertechnik sowie Maschinenbau und Mechatronik.

Die Forscher sagten, dass die Analyse durch das Gerät die Anzahl der Insassen und ihre Position innerhalb eines Fahrzeugs bestimmt. Der Hauptzweck des Sensors besteht darin, zu erkennen, wenn ein Kind oder ein Haustier versehentlich oder absichtlich in einem Fahrzeug zurückgelassen wurde.

In solchen Fällen verhindert das System das Verriegeln der Fahrzeugtüren und gibt einen Alarm aus, um den Fahrer, die Passagiere und andere Personen in der Umgebung auf ein Problem aufmerksam zu machen.

„Im Gegensatz zu Kameras schützt dieses Gerät die Privatsphäre und hat keine toten Winkel, da Radar beispielsweise in Sitze eindringen kann, um festzustellen, ob sich ein Kleinkind in einem nach hinten gerichteten Autositz befindet“, fügte Shaker hinzu.

Die Informationen des Sensors können auch verwendet werden, um Tarife für Mitfahrdienste und Mautstraßen festzulegen oder Fahrzeuge für Fahrgemeinschaften zu qualifizieren.

Forscher untersuchen jetzt die Verwendung des Sensors, um die Vitalfunktionen von Fahrern auf Anzeichen von Müdigkeit, Ablenkung, Beeinträchtigung, Krankheit oder anderen Problemen zu überwachen. Die Entwicklung des Sensors wurde teilweise von einem großen Automobilteilehersteller finanziert.

Beliebt nach Thema