Tumorwachstum in Echtzeit beobachten: Forscher visualisieren Phasen von Brustkrebs
Tumorwachstum in Echtzeit beobachten: Forscher visualisieren Phasen von Brustkrebs
Anonim

Forscher der Universität Freiburg in Deutschland haben einen neuen Weg entdeckt, um das Wachstum von Tumoren in Echtzeit zu beobachten, und ihre Methode in Brustkrebsgewebe von Ratten getestet. In ihrer Studie verwendeten sie reflektiertes Licht, um die Struktur von Rattengewebe zu visualisieren, und verwendeten dann lichtbasierte Bildgebungstechniken sowie Fluorophore und Farbstoffe, um zwischen den Geweben zu kontrastieren.

Das Tumorwachstum ist ein unglaublich komplexer Prozess, und es ist oft schwierig, Tumore gezielt zu behandeln und zu behandeln, wenn sie sich ständig verändern. Während sie wachsen, verändern sie die Mikroumgebung und die Zellzusammensetzung, erklärten die Autoren. Diese Veränderungen auf nicht-invasiver Ebene verfolgen und überwachen zu können, war das Ziel der Forscher, da „das Verständnis der zeitlichen Veränderungen der verschiedenen Komponenten innerhalb eines Tumors bei der Entwicklung verbesserter und individueller Behandlungen helfen kann“, schreiben die Autoren.

Die Forscher um den Polymerchemie-Professor Dr. Prasad Shastri und den Apotheker John Christensen konzentrierten sich auf ein Protein namens E2-Crimson, das Licht im tiefroten Spektrum absorbiert. Sie konnten dieses Protein aufspüren, indem sie es gentechnisch in Brustkrebszellen einbauten und sie dann in einem lebenden System züchteten. Mit Infrarotlicht beleuchteten sie das E2-Crimson in den Tumoren und konnten mit der Fluoreszenz-Molekulartomographie ein Tumorbild rekonstruieren.

„Die nicht-invasive In-vivo-Bildgebung entwickelt sich zu einem wichtigen Werkzeug für die Grundlagen- und präklinische Forschung“, schreiben die Autoren in der Zusammenfassung. „In dieser Studie haben wir Zelllinien entwickelt, die das dunkelrot fluoreszierende Protein E2-Crimson stabil exprimieren und so eine kontinuierliche Detektion und Quantifizierung des Tumorwachstums ermöglichen.“

Sie fanden heraus, dass während der ersten vier Wochen, in denen sich der Tumor entwickelte, das Volumen zunahm und später eine dramatische Zunahme der Anzahl der Tumorzellen erfuhr. „Insgesamt bieten E2-Crimson-exprimierende Zellen in Kombination mit der Fluoreszenztomographie ein leistungsstarkes Werkzeug für die präklinische Forschung“, schlossen die Autoren. „Allerdings müssen noch weitere Studien in syngenen Tumormodellen durchgeführt werden.“

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