Marihuana kann Menschen helfen, Opioidsucht zu bekämpfen
Marihuana kann Menschen helfen, Opioidsucht zu bekämpfen
Anonim

Neue Beweise sind aufgetaucht, die die Idee unterstützen, dass Marihuana Reha-Patienten helfen kann, sich von ihrer Abhängigkeit von Schmerzmitteln zu erholen und ihre Abhängigkeit zu überwinden. Die Studie, die Anfang des Monats von Forschern der Columbia University veröffentlicht wurde, zeigte, dass Patienten, die während ihrer Genesung eine Form von THC erhielten, weniger schwere Entzugssymptome aufwiesen und ihre Behandlung eher abschlossen.

Sechzig Patienten, die zur Entgiftung von Opioiden in eine Klinik gebracht wurden, erhielten täglich entweder ein Placebo oder 30 Gramm Dronabinol. Dronabinol ist eine Form von THC – genauer gesagt eine Verbindung, die Cannabinoide enthält, die in der Marihuana-Pflanze vorkommen. Die Patienten, die Dronabinol erhielten, berichteten über deutlich weniger schwere Entzugssymptome als diejenigen, die das Placebo erhielten. Außerdem berichteten Patienten, die sich während der ambulanten Behandlungsphase für das Rauchen von Marihuana entschieden hatten, über weniger negative gesundheitliche Auswirkungen (einschließlich Schlaflosigkeit und Angstzustände) als diejenigen, die nicht rauchten.

Ist Weed das Geheimnis, um die Opioidsucht zu besiegen?

Diese Studie ist nicht die erste, die die Idee von medizinischem Marihuana als Behandlung von Schmerzmittelsucht untersucht. Frühere Studien haben die Vorteile eines moderaten Marihuana-Konsums auf die Retention während der Behandlung hervorgehoben, und Staaten mit medizinischen Marihuana-Gesetzen sehen weniger Todesfälle durch Opioid-Überdosierungen.

Marihuana trägt jedoch bei vielen immer noch ein Stigma, so dass die Öffentlichkeit möglicherweise misstrauisch ist, eine psychoaktive Substanz wie Marihuana zu verwenden, um bei der Sucht einer Person nach einer anderen Droge zu helfen. Opioide und Marihuana, obwohl beides geplante Drogen, haben in Bezug auf ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft nicht viele Ähnlichkeiten.

Nach Angaben der CDC sterben in den USA jeden Tag 46 Menschen an einer Überdosis eines verschreibungspflichtigen Schmerzmittels. Diese Zahl wird wahrscheinlich nicht so schnell sinken – von 1999 bis 2008 verzeichneten die USA einen 300-prozentigen Anstieg der Todesfälle durch Überdosierung von Schmerzmitteln. Der Konsum und Missbrauch von Opioiden, darunter sowohl verschreibungspflichtige Schmerzmittel als auch Straßendrogen wie Heroin, haben epidemische Ausmaße angenommen. Viele Staaten haben versucht, das Problem zu beseitigen, aber Opioide bleiben in den USA ein gefährliches und allgegenwärtiges Problem, selbst in wohlhabenden Vierteln. Das Ironische daran ist, dass verschriebene Schmerzmittel den Menschen helfen sollen.

Marihuana hingegen wird erst seit kurzem als wertvolles medizinisches Werkzeug akzeptiert und anerkannt. Mehrere Staaten haben Marihuana inzwischen legalisiert und erlauben medizinische Marihuana-Behandlungen. Trotz seines Rufs bei vielen als Einstiegsdroge oder andere gefährliche Substanz gibt es keine Todesfälle, die direkt auf eine Überdosis Marihuana zurückzuführen sind. Während Beeinträchtigungen beim Autofahren und Langzeitfolgen noch diskutiert werden, wurde Marihuana als Behandlung für verschiedene Krankheiten eingesetzt, und Opioidmissbrauch könnte einer von ihnen werden.

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