Südkorea erklärt das Land effektiv aus der MERS-Gefahr heraus
Südkorea erklärt das Land effektiv aus der MERS-Gefahr heraus
Anonim

SEOUL (Reuters) – Südkorea erklärte am Dienstag, es sei mehr als zwei Monate nachdem der erste Fall gemeldet wurde, praktisch außer Gefahr durch das Atemwegssyndrom im Nahen Osten (MERS) und begann sich in Krankenhäusern auszubreiten, um 36 Menschen zu töten.

Der Ausbruch entwickelte sich zum größten außerhalb Saudi-Arabiens, infizierte 186 Menschen und brachte auf seinem Höhepunkt fast 17.000 unter Quarantäne. Es wurde auf einen Mann zurückgeführt, der im Mai von einer Geschäftsreise in den Nahen Osten zurückgekehrt war.

„Nach Einschätzung der Regierung und der Ärzteschaft kann sich die Öffentlichkeit beruhigt zurücklehnen“, sagte Premierminister Hwang Kyo-ahn auf einer Regierungssitzung zum Thema öffentliche Gesundheit.

Zwölf Personen bleiben in Südkorea im Krankenhaus und werden auf MERS behandelt, obwohl nur einer noch positiv auf das MERS-Virus getestet wird, sagte das Gesundheitsministerium und fügte hinzu, dass seit dem 4. Juli keine neuen Fälle gemeldet wurden. Gesundheitsexperten sagen, dass das Virus eine Inkubationszeit hat von etwa zwei Wochen.

Der Ausbruch hat einer bereits geschwächten Wirtschaft einen schweren Schlag versetzt und das Wachstum im zweiten Quartal auf den schlimmsten Stand seit mehr als sechs Jahren gebracht, da Tausende von Schulen geschlossen, die Verbraucher zu Hause gehalten und ausländische Touristen dazu gebracht wurden, Reisen abzusagen.

Die Schulen wurden wiedereröffnet und die Käufer sind wieder in den Geschäften, aber die Beamten sind daran interessiert, anhaltende Stimmungsschäden zu reparieren.

Hwang sagte, es sei zu früh, um den Ausbruch für beendet zu erklären, forderte die Öffentlichkeit jedoch auf, zum normalen Alltag zurückzukehren. Er fügte hinzu, dass die Regierung Reformen durchführen werde, um die während des Ausbruchs aufgedeckten Mängel im Gesundheitswesen zu beheben, obwohl er nicht spezifizierte, welche Schritte sie unternehmen würde.

Die MERS-Infektion ist mit derselben Familie von Coronaviren verbunden, die 2003 einen tödlichen Ausbruch des schweren akuten respiratorischen Syndroms (SARS) auslöste.

Britische Gesundheitsbehörden untersuchen zwei Verdachtsfälle von MERS in Nordengland. Seit 2012 haben 26 Länder Fälle gemeldet.

(Berichterstattung von Jack Kim; Redaktion von Edmund Klamann)

Beliebt nach Thema