Aus den Augen, aus dem Sinn: Gedankenlose Essgewohnheiten führen zu ungesundem Appetit bei kindlicher Fettleibigkeit
Aus den Augen, aus dem Sinn: Gedankenlose Essgewohnheiten führen zu ungesundem Appetit bei kindlicher Fettleibigkeit
Anonim

Die Fettleibigkeitsrate bei Kindern hat sich in den letzten 30 Jahren bei Kindern mehr als verdoppelt und bei Jugendlichen vervierfacht, und Psychologieforscher untersuchen genauer, warum einige zunehmen und andere nicht. Neue Erkenntnisse der Norwegischen Universität für Wissenschaft und Technologie zeigen, wie gedankenlose Essgewohnheiten eine neue Generation fettleibiger Erwachsener ernähren.

"Wir haben untersucht, ob körperliche Aktivität, Fernsehzeit und Appetitmerkmale erklären können, warum der Body-Mass-Index einiger Kinder stärker steigt als bei anderen", sagte die Co-Autorin der Studie, Silje Steinsbekk, Professorin am Institut für Psychologie der NTNU in einer Presse Veröffentlichung. „Unsere Studie zeigt, dass der BMI bei Kindern stärker ansteigt, bei denen Essen besonders das Essverhalten auslöst. Ihre Nahrungsaufnahme wird mehr durch den Anblick und Geruch der Nahrung und weniger durch ein inneres Hungergefühl gesteuert.“

Steinsbekk und ihr Forschungsteam verglichen den Body-Mass-Index (BMI) eines Kindes mit seinen Lebensgewohnheiten wie Ernährung, Bewegung und Fernsehen und fanden heraus, dass allein das Sehen und Riechen von Essen seinen Appetit überwiegen kann. Sie haben vielleicht überhaupt keinen Hunger, aber wenn sie es regelmäßig sehen und riechen können, könnte es sich um fettleibigkeitsfördernde Appetitmerkmale handeln.

Die Forscher fragten sich, ob der Appetit eines Kindes zu Übergewicht führt oder ob das Gewicht eines Kindes seinen Appetit erzeugt. Ihre Begeisterung für Essen erklärt zwar, warum sie mehr essen als andere, was letztendlich zu einem höheren BMI führt, aber die Forscher versuchen immer noch herauszufinden, wie ihre Beziehung zum Essen gefördert wird. Die Schaffung ungesunder Gewohnheiten in jungen Jahren legt den Grundstein für ein Leben voller ungesunder Entscheidungen und Gewichtszunahme. Da fettleibige Kinder eher zu fettleibigen Erwachsenen werden, haben sie nach Angaben der Centers for Disease Control and Prevention automatisch ein höheres Risiko für Herzerkrankungen, Typ-2-Diabetes, Schlaganfall, Osteoporose und verschiedene Krebsarten.

„Unsere Ergebnisse zeigen, dass relativ gesehen der BMI von Kindern, die besonders durch Lebensmittel ausgelöst werden, im Vergleich zu anderen stärker ansteigt. Wir haben aber auch den gegenteiligen Effekt festgestellt: Ein hoher BMI führt dazu, dass Kinder mit der Zeit noch stärker durch Lebensmittel getriggert werden (bei etwa 6 bis 8 Jahre alt)," sagte Steinsbekk. "Wenn sie älter werden, können sie noch weniger mit dem Essen aufhören, wenn sie satt sind."

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