Während einer MRT verwendetes IV-Tropf-Medikament hinterlässt giftige Metallrückstände im Gehirn von Patienten
Während einer MRT verwendetes IV-Tropf-Medikament hinterlässt giftige Metallrückstände im Gehirn von Patienten
Anonim

Magnetresonanztomographie (MRT) ist eine Technologie, die detaillierte Bilder von Organen, Weichteilen, Knochen und anderen inneren Körperstrukturen erzeugt, um Krankheiten zu erkennen und zu diagnostizieren. Üblicherweise wird ein als Kontrastmittel bekanntes intravenöses Medikament verwendet, um die Sichtbarkeit der inneren Strukturen während einer MRT zu verbessern. Ein neuer Forschungsartikel bestätigt frühere Behauptungen, dass einige dieser Kontrastmittel die Blut-Hirn-Schranke passieren und ein potenziell toxisches Metall hinterlassen.

Gadoliniumbasierte Kontrastmittel (GBCAs) wurden in den letzten 25 Jahren bei mehr als 100 Millionen Patienten auf der ganzen Welt verwendet. Ihr Sicherheitsprofil wurde als außergewöhnlich angesehen, da nur 0,03 Prozent aller Verabreichungen zu negativen Nebenwirkungen für die Patienten führten. Diese häufig verwendeten Verbindungen basieren, wie der Name schon sagt, auf Gadolinium; Dieses Metallion bewegt sich in einem Magnetfeld anders und wird deshalb bei einer MRT verwendet.

Leider ist Gadolinium als giftig bekannt.

Viele Jahre lang gingen Wissenschaftler im Allgemeinen davon aus, dass der Körper der Patienten GBCA kurz nach ihrer MRT ausscheidet und die winzige Menge des Medikaments, die zurückblieb, einfach belanglos war und keine schädlichen Auswirkungen auf die Gesundheit hatte. Im Jahr 2006 legten jedoch zwei europäische Studien einen Zusammenhang zwischen GBCA und nephrogener systemischer Fibrose (NSF) nahe, einem schwerwiegenden, potenziell tödlichen Syndrom bei Patienten mit Nierenerkrankungen. Im Anschluss an diese Studien überarbeitete die Food and Drug Administration (FDA) ihre Kennzeichnungsanforderungen und Warnhinweise im Jahr 2006 (und dann erneut im Jahr 2010), aber dann deutete eine weitere im Dezember 2013 veröffentlichte Studie auf die Möglichkeit hin, dass eine toxische Komponente von GBCA im Körper verbleiben könnte - und im Gehirn - lange nachdem eine MRT abgeschlossen ist.

Der aktuelle Artikel befasst sich mit diesen Behauptungen, während Wissenschaftler der University of Pittsburgh frühere Forschungen untersuchen, um die möglichen Gefahren dieser Medikamente zu bestimmen.

Klare Beweise

„In diesem Stadium haben wir jetzt klare Beweise dafür, dass die Verabreichung verschiedener GBCAs zu einer bemerkenswert unterschiedlichen Akkumulation von Restgadolinium im Gehirn und in den Knochen von Patienten führt, selbst bei Patienten mit normaler Nierenfunktion“, schreiben die Autoren in ihrem veröffentlichten Artikel.

Sie geben jedoch zu, dass nur einige, aber nicht alle GBCAs zu einer Restakkumulation der toxischen Verbindung führen, während die klinische Bedeutung „falls vorhanden“unbekannt bleibt. Dennoch empfehlen sie sowohl Vorsicht bei der Verwendung dieser Medikamente als auch weitere Forschung, um ihre Wirkung zu verstehen.

In ihrer jüngsten Warnung entschied die FDA, dass alle GBCA-Etiketten die Notwendigkeit hervorheben müssen, Patienten vor der Verabreichung dieser Medikamente auf Nierenfunktionsstörungen zu untersuchen. Insbesondere wählte die FDA drei GBCAs aus – Magnevist, Omniscan und Optimark –, die Etiketten mit zusätzlichem Schwerpunkt auf der Unangemessenheit ihrer Anwendung bei Patienten mit akuter Nierenschädigung oder chronischer schwerer Nierenerkrankung erfordern.

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