Westafrikas Gesundheitssysteme müssen nach Ebola wiederaufgebaut werden: WHO
Westafrikas Gesundheitssysteme müssen nach Ebola wiederaufgebaut werden: WHO
Anonim

GENF (Reuters) – Die Gesundheitssysteme in Westafrika, die während der Ebola-Epidemie zusammengebrochen sind, müssen dringend wieder aufgebaut werden, um grundlegende Dienstleistungen bereitzustellen und andere tödliche Krankheiten zu bekämpfen, sagte die Weltgesundheitsorganisation am Donnerstag.

Wiederaufbaupläne in Guinea, Liberia und Sierra Leone werden 2,3 Milliarden US-Dollar kosten, von denen nur die Hälfte zugesagt wurde.

„Wenn wir sicherstellen wollen, dass sich diese Krise nicht wiederholt, müssen wir dieses Geld zusammen aufbringen“, sagte Dr. Rüdiger Krech in einer Pressekonferenz.

"Wir müssen den Trend in der globalen Gesundheit umkehren, wo wir warten, bis das Feuer aufflammt, rennen, um es zu löschen, aber dann vergessen, das Gebäude feuerfest zu machen."

Krech bezog sich auf das, was er "den Elefanten im Raum" nannte, sagte: "Einige dieser Länder haben Probleme mit ihrer Regierungsführung, Probleme damit, wohin das Geld fließt, also fließen viele Gelder woanders hin. Dies muss also angegangen werden dass auch die internationale Gemeinschaft Vertrauen hat und Vertrauen aufbaut, dass die Gelder, die sie diesen Ländern geben, gut angelegt sind."

Seit Beginn der weltweit schlimmsten Epidemie im Dezember 2013 sind nach Angaben der WHO mehr als 11.000 Menschen an Ebola gestorben.

Guinea und Sierra Leone meldeten in der vergangenen Woche 35 neue Fälle, viermal so viele wie in der Vorwoche, um daran zu erinnern, dass das Virus „nicht ruhig verlaufen wird“, teilte die WHO am Dienstag mit.

Liberia wurde diesen Monat für Ebola-frei erklärt.

"Wir müssen unsere Anstrengungen verdoppeln, um die Ziellinie zu überqueren", sagte Dr. Joanne Liu, internationale Präsidentin der medizinischen Wohltätigkeitsorganisation Medicins Sans Frontieres (MSF), in einer Rede. "Wir können nicht zweimal scheitern."

Die Maut umfasst 815 Gesundheitspersonal, teilte die WHO mit.

"Die Auswirkungen von Ebola auf das Gesundheitspersonal waren in den drei Ländern katastrophal und sehr weitreichend", sagte Dr. Ed Kelley von der WHO-Abteilung für Dienstleistungen und Sicherheit.

Infektionen von Gesundheitspersonal seien durch Schutzausrüstung und frühzeitige Triage von Patienten weitgehend vermeidbar, fügte er hinzu.

Die Hälfte der 815 waren Krankenschwestern oder Krankenpfleger an vorderster Front.

„Die verheerende Zahl von Krankenpflegern, die ihr Leben verloren haben, zeigt, dass eine deutliche Stärkung der Sicherheitspolitik sowie die Bereitstellung angemessener Schutzausrüstung und angemessener Schulungen unbedingt erforderlich sind“, sagte David Benton, Leiter des International Council of Nurses in a Stellungnahme.

(Berichterstattung von Stephanie Nebehay; Redaktion von Janet Lawrence)

Beliebt nach Thema